Sonntag, 11. September 2016

Schneeweißchen & Rosenrot



Ein Lied für die Lieblingscousine mit vielen Grüßen nach Leiptsch!

1. Fuffzn Tog ner ausnanner, / Septemberkinner, blutsverwand.
Unnre Eltern sei Geschwister, / stamme aus’m Preißnland.
Mr wolltn Schwastern sei, / jeden Tog zesamm.
Fix war dr Besuch vorbei / un jeder musst ehamm.

2. Doch in de Ferien sei mr zam / bis hinner Berlin gefahrn.
Mit’n Op in Hoppegarten, / wetten auf dr Pfaarrennbahn.
Auf’n Fernsehturm was assn, / de ganze Tischdeck eigegeicht.
Un als Gärtnermeisters Enkel / Blume zum Verkaaf gereicht.

Ref.: “Schneeweißchen und Rosenrot” / hat uns dr Op genannt.
E Bild von uns zwee Mäd / hängt heit an meiner Wand.
Schneeweißchen und Rosenrot, / du blond un ich braun.
Du hast de Jungs gekisst / und ich hab se verhaun.

3. Am Ostseestrand in Binz, / nackt, hinner de Dien'n,
auf dr Om ihrer Deck / lagen mir Cousinen.
Dr Wind in unnern Haarn, / den Braun'n und’n Blondn,
strich über unnre Haut, / die mir uns sonnt’n.

4. Im Finowkanal, / baden mit paar Bu’m,
war schenner, wie mit dr Om / hocken in de Stubn.
Se sollt net wissen, / wu mir heimlich warn,
doch se hat es gleih gesah, / Blum’n in unnern Haarn.

Ref.: "Schneeweißchen un Rosenrot"….

5. Schneeweißchen, warst de Schennste, / lieblicher und zart.
Dagegen war ich, Rosenrot, / weng wilder un hart.
Irngend e Zauber / umgab uns egal,
der viel’n armen Prinzen, / Verstand un Herzen stahl.

6. Schneeweißchen, hast de Walt gesah / un wohnst itze in Leiptsch.
Mr ham jedr e eignes Lahm / un sei schu ieber dreißsch.
Mir, Rosenrot, hot jüngst getraamt / es wär noch mal wie frieher.
Ich wachte auf un musste heiln, / die Zeit kimmt nimmer wied’r.

Ref.: “Schneeweißchen und Rosenrot”

Text: Ramona Markstein, Musik: Tobias Markstein
www.handaufserz.de